Das Bild zeigt zwei Mitarbeitende in der Produktion von Thales Deutschland in Ulm.
© Thales Deutschland

Thales Deutschland GmbH 

Der französische Anbieter von Verteidigungstechnik ist eng mit Südwestdeutschland verbunden

Die deutsche Tochtergesellschaft des französischen Anbieters von Verteidigungstechnologie hat Ditzingen bei Stuttgart als Standort für ihren Hauptsitz gewählt. Thales-Deutschland-CEO Ruffner hebt die hervorragenden akademischen Netzwerke in Baden-Württemberg, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur sowie die hohe Lebensqualität hervor.

 

Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie wichtig eine starke Verteidigung ist und welche Rolle digitale Systeme dabei spielen. Der französische Konzern Thales mit seinen 83.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 20 Milliarden Euro ist seit Dekaden darauf spezialisiert, Streitkräfte zu vernetzen. Ob an Land, zu Wasser oder in der Luft – die Fachleute des Unternehmens wissen, wie man Daten gewinnt, sammelt und austauscht. Vom tragbaren Funkgerät für Infanteristen über komplexe Systeme für den elektronischen Kampf bis zur Abwehr von Cyberangriffen aus dem Weltall erstreckt sich die Produktpallette. Thales ist zudem enger Partner der Bundeswehr seit ihrer Gründung im Jahr 1955.

Um Technologie auf hohem Niveau zu entwickeln und herzustellen, müssen sich Konzerne die besten Köpfe sichern – und sich in der richtigen Region ansiedeln. Ein Grund, weshalb die deutsche Tochter des Unternehmens als Zentrale den Standort Ditzingen in Baden-Württemberg gewählt hat. Mit einer weiteren wichtigen Niederlassung ist Thales Deutschland am Hightech-Standort Ulm vertreten; dort wird an Kommunikationslösungen für Raumfahrtmissionen und an neuen Antriebstechnologien für Satelliten gearbeitet.

 

Thales in Deutschland: herausragende Rolle von Baden-Württemberg

Thales Deutschland gehört zu den größten Landesgesellschaften des Mutterkonzerns. Der Umsatz betrug 2024 rund 600 Millionen Euro und wird zum größten Teil im Inland erwirtschaftet. Baden-Württemberg spielt dabei eine herausragende Rolle. Mehr als die Hälfte der knapp 2.200 Beschäftigten arbeitet in dem Bundesland. Christoph Ruffner, CEO von Thales Deutschland, schätzt besonders die wissenschaftlichen Netzwerke. “Einige der forschungsstärksten Städte Europas mit ihren Hochschulen, Instituten und Forschungszentren befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft.”

Weitere deutsche Standorte unterhält Thales in Wilhelmshaven und Kiel, wo Kommunikations- sowie Führungs- und Waffeneinsatzsysteme für die Marine entwickelt werden. In Koblenz und in Wedel bei Hamburg entstehen Simulationslösungen zur Schießausbildung und für die zivile und militärische Pilotenausbildung. Alle Standorte arbeiten mit anderen Teilen des Konzerns in rund 70 Staaten zusammen. Die günstige Lage der Deutschland-Zentrale ist für Ruffner ein großer Vorteil. “Die Region Stuttgart verfügt über eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur mit Anschluss an alle wichtigen europäischen Wirtschaftszentren, was für uns als Teil eines internationalen Konzerns extrem wichtig ist.” 

 

Spitzentechnologie und ein attraktives Arbeitsumfeld

Thales ist ein Konzern mit langer Geschichte, dessen Vorgängerunternehmen schon in Baden-Württemberg saßen. Der später zum Teil in Thales aufgegangene deutsche Technologiekonzern Standard Elektrik Lorenz (SEL) hatte einen seiner wichtigsten Standorte in Stuttgart. SEL war unter anderem bekannt für seine Expertise in der Eisenbahn- und Verteidigungstechnik.

Eine Stärke von Thales Deutschland sind heute Systeme zum Führen und Aufklären. Dazu gehören Sensoren, aber auch Funkgeräte, Radare und Optronik – also Nachtsichtgeräte, Wärmebildkameras und -Reflexvisiere. 

Auch im zivilen Bereich ist Thales ein gefragter Partner: Für die Luftfahrt liefert das Unternehmen Cockpit-Technik ebenso wie Systeme, die die Abfertigung am Flughafen beschleunigen. Ein weiteres zentrales Geschäftsfeld ist die Cybersicherheit. Wichtige Kunden sind Banken. Die Verschlüsselungstechnik von Thales schützt täglich rund eine Milliarde Finanztransaktionen weltweit. 

Die Arbeit bei Thales ist anspruchsvoll – umso wichtiger ist für die Mitarbeiter eine hohe Lebensqualität. Baden-Württemberg biete dafür einen hervorragenden Rahmen, sagt Deutschland-Chef Ruffner, und hebt das vielfältige Kultur- und Freizeitangebot hervor.